Keine Pflanze und kein Tier: Sterne auf Erden und ähnliche Waldbewohner.
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Dieses Wesen habe ich an einem Wegesrand entdeckt. Sieht es nicht wirklich interessant aus?

Es handelt sich um einen Erdstern. Ein Pilz, von dem es noch mehrere Verwandte in den europäischen Wäldern gibt. Allen gemeinsam ist ein ansprechendes Äußeres und ein ungenießbares Inneres.
Überhaupt ist die Pilzsaison zurzeit recht auffällig vorhanden.
Und hier ist noch ein junger Erdstern, der gerade aus dem Boden kommt.

Unterwegs muss man nicht vom Weg abgehen, um die verschiedensten Pilze sehen zu können. Ich selbst sammle keine Pilze, esse auch nicht wirklich gern welche, finde aber die ungeheure Vielfalt an Formen und Farben einfach faszinierend. Es gibt er die erstaunlichsten Lebewesen. Sie alle zählen nicht zu den Pflanzen und sind aber eindeutig auch keine Tiere. Seltsame Wesen mit einer ganz eigenen Biologie. Was den Wald betrifft, so gibt es ihn nicht ohne Pilze. Denn die Bäume sind auf sie angewiesen, sie leben in einer Lebensgemeinschaft mit den Wurzelpilzen, der so genannten Mykorhiza, zu Deutsch: Pilzwurzel. So lebt z.B. die Birke mit dem Birkenpilz und Kiefer mit dem Butterpilz. Den Bäumen fehlen die Wurzelhaare, die bei anderen Pflanzen das Wasser und Nährstoffe aufsaugen. Hier sichert das Pilz-Geflecht die mineralische Versorgung der Bäume und bekommt im Gegenzug Assimilate der Pflanze, die es selbst nicht synthetisieren kann.
Genug gesimpelt, hier kommen einfach ein paar unkommentierte Bilder von verschiedenen Pilzen, die ich heute am Wegrand gesehen habe.






Und hier durchrankt der heilkräftige Gundermann den Pilz-Standort:

Und er darf natürlich nicht fehlen: ein Fliegenpilz

Dieser Pilz tut der Birke sicher nicht gut - aber die Birke dem Pilz:

Sind Sie nicht einfach schön? Und wirken sie nicht irgendwie wundersam?
Neben den unbedingt erforderlichen gibt es natürlich auch Pilze, die den Bäumen großen Schaden zufügen. Der bekannteste von ihnen ist sicher der Hallimasch, der es sogar schafft intakte lebende Bäume zu befallen und letztendlich abzutöten. Das Geflecht dieses Pilzes kann riesige Flächen durchwachsen, in Amerika soll es einen geben, der mehrere Quadratkilometer groß ist. Obwohl der Hallimasch von vielen als Speisepilz gesammelt wird, ist er dem Menschen nicht zuträglich, wenn er uns auch nicht gleich umbringt wie die Bäume.
Aber Pilzesammler scheinen manchmal in eine Art Goldrausch zu verfallen und sammeln Hallimasch in großen Mengen, wenn sie ihn gerade sehen. Irgendwie seltsam, denn ich höre immer wieder, dass bei den meisten nach dem Genuss die Verdauung doch ein bisschen sehr flott wird.
Bis denn,
der Draußen-Blogger
