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Bananen, Waldreben und Efeu

Da fällt mir gerade ein, dass ich ja noch ein Posting zu meinen Bananenstauden angekündigt hatte. Es sind wirklich geradezu bombastische Büsche daraus geworden. Gut 3,5 m hoch und sehr umfangreich. Der Standort wird allmählich ein bisschen eng.

Musa Basjoo, Japanische Faserbanane im zweiten Standjahr in meinem Garten


Die vielen Ableger, die sie gebildet haben, habe ich einfach mit wachsen lassen.

Ab hier: Weiter und mehr Bilder...

Eine Blüte hat es in diesem Jahr leider nicht gegeben. Das lag sicher auch daran, dass genau in der entscheidenden Phase, in der der Knospen-Ansatz hätte erfolgen müssen, hier keine Sonne zu sehen war. Es kann auch sein, dass ich die Ableger hätte entfernen müssen. Oder es kommt daher, dass der Standort nicht voll sonnig ist, sondern gegen Abend und am frühen Morgen ein bisschen Schatten bekommt. Wie auch immer, mir gefallen diese Pflanzen einfach auch wegen ihrer vitalen Wüchsigkeit und natürlich wegen des tropenartigen Eindrucks ihres Blattwerks.

Hier ist noch ein Bild aus einer anderen Perspektive.

Bananenstauden im Hintergrund - von der Terrasse aus gesehen


Die kleine Palme im Pflanzkübel vorn ist übrigens einene Eropäische Zwergpalme, die ich als Samenkorn aus dem Algarve mitgebracht und inzwischen 10 Jahre gepäppelt habe.

Die letzte meiner Waldreben steht zurzeit noch in Blüte, es ist Clematis tangutica, die einzige gelb blühende Clematis-Art, die auch eine ganz andere Blütenform hat, als man es von den meisten Clematis gewohnt ist.

Clematis tangutica klettert wüchsig und dicht


Bei mir rankt sie in einer Omorika-Fiche mindestens 6 m hoch. Eine wüchsige Pflanze, die mir sehr gut gefällt. Natürlich stammt sie nicht aus Europa, der botanische Name lehnt sich an den Stamm der Tangusen an, der im Südosten Sibiriens zuhause ist. Meines Wissens handelt es sich um eine Wildart. Wie schon einmal erwähnt, ist mein Garten inzwischen wirklich multi-kulti geworden, nachdem ich einmal von dem Prinzip abgewichen bin, nur einheimische Pflanzen zu setzen. Aber ich kann beobachten, dass die "Ausländer" durchaus auch von unseren einheimischen Insekten besucht werden, und das auch die Singvögel in ihnen Nahrung finden, z.B. Blattläuse oder andere Insekten. Insofern betrachte ich den Standort meiner Fremdlinge durchaus nicht als verlorenen Raum.

Die hübschen gelben Büten von Clematis tangutica

Knospen kurz vor dem Aufblühen


Die einheimische Clematis vitalba, die bei mir nur wenige Meter entfernt wächst, hat ihre Blütezeit längst beendet und sitzt voll mit ihren typischen Früchten:

Die Früchte von Clematis vitalba


Zwischen den beiden Clematis bewächst der Efeu einen alten toten Stamm eines Kirschbaums und eine kleine Laube, in der ich einiges Werkzeug aufbewahre. Die kleine Bude besteht eigentlich nur aus ein paar Sichtschutzwänden unter einem Dach, eine Tür habe ich nicht eingesetzt, sie wäre auch nur lästig. Aber meine Geräte stehen trocken und luftig darin.

Meine Efeuecke


Daneben erreicht der Efeu langsam eine Dicke, die die Vögel schon zu schätzen wissen. Auf meinem vorhergehenden Grundstück hatte sich daraus und übrigens auch aus dem chinesischen Bambus ein beliebter Schlafplatz der Spatzen entwickelt.

Bis denn,
der Draußen-Blogger


Gepostet von: Draußen-Blogger on 15. Oktober 2008, 20:10 :: Profil

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