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Bananen-Update

Autor , am 17. Juli 2015


Bei guenstiger Witterung und ausreichender Versorgung mit Wasser und Naehrstoffen kann man beim Wachsen zusehen

Lange habe ich nichts mehr zu den Bananen in unserem Garten geschrieben. Darum, auch für Euch liebe E-Mail-Schreiber, werde ich das jetzt einmal nachholen. Dadurch, dass der alte Draußen-Gesehen-Blog nicht mehr online ist, sind ja auch die älteren Beiträge mit vielen Bildern alle futsch.

Zur Zeit verfüge ich über drei Bananen-Arten: Musa basjoo, Musa sikkimensis und Musa velutina. Die erste und letzte sind frei ausgepflanzt, die Sikkimensis lebt im Kübel.

Wenn die Witterung es zulässt: nicht zu früh voll einpacken!In erster Linie möchte ich hier ein paar Bilder zu Musa basjoo posten. Sie hat inzwischen eine stattliche Größe erreicht. Außerdem wächst sie in mehreren Trieben nach oben. Was ich wegen mehrerer Anfragen vor allem zeigen möchte ist, wie ich sie durch den letzten Winter gebracht habe.

Dieser Winter 2014/15 war ja recht mild verlaufen. Daher hat sie ihn auch sehr gut überstanden und die Scheinstämme sind auf etwa 1,60 m erhalten geblieben. Leider folgten dem milden Winter ein kühler Mai und ein ebenso kühler Juni. So kam es, dass der Austrieb in diesem Frühling recht langsam vor sich ging und dass die gewohnte Masse jetzt in der Mitte des Das Material für den Winterschutz liegt drumherumMonats Juli noch nicht erreicht ist. Außerdem hatte ich natürlich gehofft, dass angesichts der milden Wintertemperaturen und des frühen Austriebs in diesem Jahr mal ein paar kleine Bananen entstehen könnten. Das hat der bisher so typisch deutsche Sommer leider nicht zugelassen.

Dem Temperaturverlauf entsprechend habe ich natürlich auch weniger Dünger gegeben. Den hätte sie schließlich gar nicht verwerten können. Außerdem habe ich nicht so sehr auf Masse gedüngt, sondern eher auf Blüte. Aber ohne Sonne und Wärme wird das nun mal nichts bei Bananen.

Das Winterschutzvliess in ca 4 Schichten um die Scheinstämme gewickeltAber ich bin mit der Überwinterung so zufrieden, dass ich hier ein paar Bilder reinstellen möchte, die zeigen, wie ich in diesem Jahr den Winterschutz gehandhabt habe. Bis in den Dezember hinein habe ich sie nur halb eingepackt und sogar die Blätter sind teilweise erhalten geblieben. Erst Mitte Dezember habe ich den Winterschutz vervollständigt. Die Bilder davon sind aber am Ende der Winterzeit „nachgemacht“ worden. Daher muss ich noch ergänzen, dass zu dem gezeigten Winterschutz mit Vlies und 240-l-Folientüte auch noch Koniferenzweige verwendet wurden, die in das Vlies mit hinein gesteckt wurden und dass die Abdichtung unten mit Rindenmulch so beibehalten wurde wie sie auf dem Bild vom Dezember zu sehen ist. Die Zweige wurden so eingebaut, dass zwischen den einzelnen Scheinstämmen und dem Vlies Zweige waren und auch die Hohlräume zwischen den Stämmen mit ein paar grünen Zweigen ausgefüllt waren.

Das grüne Vliess ist auch 3- oder 4-lagigAuf diese Weise war ein gewisser Winterschutz gegeben und trotzdem noch Luft innerhalb des Schutzes. Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, dass die Bananen nicht zu fest eingepackt werden, weil sie sonst zu Fäulnis neigen und dann hat man im Frühjahr zwar nicht erfrorene aber dafür verfaulte Stämme des letzten Jahres.

Man muss immer ein gewisses Fingerspitzengefühl entwickeln, wenn es um Pflanzen geht. An milden und trockenen Wintertagen mit Plusgraden habe ich meist die Folientüte abgezogen und eventuell das obere (grüne) Vlies entfernt, um Luft in den geschützten Raum hinein zu lassen.

Die Vliesstüte ist aus etwas stärkerem MaterialWäre nur das Frühjahr und Frühsommer wärmer gewesen…. Naja, man bekommt eben meist nicht Alles.

Musa sikkimensis, die in einen Kübel gesperrt ist, habe ich beim ersten Frost ebenfalls ihrer frostgeschädigten Blätter beraubt. Dann habe ich sie an frostigen Tagen und Nächten in eine Kellergarage gestellt und bei Frostfreiheit wieder hervorgeholt. Ganz schöner Aufwand, auch wenn es jeweils nur ein paar Handgriffe sind. Aber immerhin ist so ein Kübel ganz schön schwer. Diese Methode hat auch wunderbar funktioniert. Die Banane hat früh und kräftig ausgetrieben.

Die Tüte, manchmal auch noch die Vliesstüte habe ich bei Plus-Graden entfernt, um Fäulnis vorzubeugenMusa velutina ist noch recht klein, ich habe sie ähnlich überwintert wie basjoo. Aber ich habe langsam den Eindruck, dass ich sie in der nächsten Vegetationspause gelegentlich umpflanzen sollte, sie scheint sich nicht wirklich wohl zu fühlen an ihrem jetzigen Standort.

Soweit also die verbalen Erklärungen, den Rest zeigen sicher die Bilder.

Wer Freude an Pflanzen hat, denen man in der Vegetation beim Wachsen täglich zusehen kann, dem kann ich einen Versuch mit Musa basjoo, der japanischen Faserbanane nur empfehlen. Aufnahme vom 12. April 2015. Leider war es nicht nur kalt sondern auch windig, so dass die Blätter gleich eingerissen warenNatürlich nur, wenn man auch Exoten in seinem Garten haben mag.

Also dann: viel Spaß mit den eigenen ausgepflanzten Bananenstauden!

Die Vitalität dieser Bananen trotzt dann doch dem widrigen Witterungsverlauf

Musa-basjoo direkt nach der Pflanzung am 01. Juli 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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