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Im Waldgebiet Krähe bei Nienburg – 2: Weiter vom Hundeteich aus

Autor , am 13. November 2011

Ein schoener Platz ist dieser Teich am WegesrandDer Hundeteich in der Krähe ist ein Gewässer mit flachem Wasserstand und bräunlich-moorigem Wasser. In diesem Sommer war er ziemlich geschrumpft und sah eher aus wie eine matschige große Pfütze. Es sind nur selten Wasservögel darauf zu sehen. Manchmal ein paar Enten gelegentlich Graugänse und in einem Jahr habe ich für ein paar Tage einen Zwergtaucher dort beobachten können. Aber so wie das Wasser aussieht, wird es wohl zu sauer sein, um eine dauerhafte Nahrungsgrundlage zu bieten. Im übrigen ist dieser Teich auch wenn er voll ist nicht gerade groß.

Der Name Hundeteich mag im ersten Moment sympathisch klingen. Aber die Namensgebung der vielen Hunde- und Katzenteiche hat fast immer eine triste Herkunft. Denn so wurden früher Tümpel bezeichnet, in denen man üblicherweise die überschüssigen Welpen von Hunden und Katzen ertränkt hat. Man erinnere sich an die Geschichte von Plisch und Plum bei Wilhelm Busch, der ja vom Lande stammte, nämlich aus dem Dorf Wiedensahl, das hier in der weiteren Umgebung zu finden ist. Diese finsteren Zeiten sind zum Glück schon lange vorbei, und wenn man heute an diesen Hundeteich kommt, dann kann man ihn getrost als ein idyllisches Gewässer zwischen Wald und Moor empfinden.

Ein Pfad nach meinem GeschmackBiegt man an dem Teich scharf links ab, so kann man nach kurzer Zeit einen Hügel hinauf gehen, wobei der Weg durch einen Forst mit verschiedenen Baumarten führt. Die vorwiegend aus Kiefern und andereren Nadelhözern betehenden unteren Partien des Waldes gehen allmählich in einen Buchenwald auf dem Hügel über. Wie fast überall in der weiteren Umgebung ist im Unterholz auch reichlich die amerikanische Traubenkirsche vertreten, die sich ja in den letzten Jahrzehnten explosionsartig ausgebreitet hat, nachdem sie als Zierpflanze in Gärten eingeführt worden war. Aber auch absichtlich gepflanzte Ausländer kommen in der Krähe vor, wie etwa die amerikanische Roteiche, die Weymouthskiefer oder die Douglasie. Das gehört eben überall dazu in diesen Zeiten. Und warum auch nicht? Man kann die fremdländischen Arten auch als Bereicherung der von Natur aus artenarmen Waldflora Mitteleuropas betrachten, wenn man möchte. Immerhin wurden manche Pflanzen auch von den Eiszeiten verdrängt. Einige von ihnen sind durch den Import sozusagen wieder zurückgekehrt. Das gilt zum Beispiel für die Esskastanie, den Mammutbaum, die Hemlocktanne und sogar für die Magnolien, die in den Gärten und Parks so schön blühen können.

Von der Abwechslung und überraschend sich oeffnenden Ausblicken wird ein Teil der Attraktivitaet von Wanderstrecken bestimmt!Auf der Kuppe des Hügels kann man in verschiedene Richtungen weitergehen. Geradeaus geht ein gut begehbarer Weg wieder leicht bergab. In einer eingeschnittenen Senke kann man links abbiegen. Dann wieder rechts und wenn man danach immer geradeaus geht, kommt man auf einem Weg zwischen Kiefern zu einer schönen Heidefläche, die im vollen Kontrast zu den zuerst durchwanderten Waldstücken steht. Wenn man die Heide hinter sich gelassen hat, ist zwar die Bundesstraße näher gekommen, aber noch lange nicht das Ende der Wegemöglichkeiten. Man könnte zum Beispiel in einem linken Bogen zurückgehen. Oder auch ein paar Nebenwege ausprobieren und dann in die übrigen Teile der Krähe gehen. Bis nach Stöckse mit dem bekannten größten Findling Niedersachsens, dem Giebichenstein, weiter zu wandern ist kein Problem.

Eine Einrichtung, um den Wasserstand im Kraehnmoor zu regulierenDabei kommt man an einer Stelle vorbei, wo sich ein Schacht aus Betonringen ein paar Meter vom Weg entfernt im Moor befindet. Wenn der Wasserstand die Oberkante dieser Betonringe erreicht hat, fließt das Wasser in diese hinein und unter dem Weg hindurch in einen Graben. Auf diese Weise wird der Wasserstand des Krähenmoores die vorgegebene Höhe nicht übersteigen. Im Sommer ragt der Beton oft für einige Monate über die Wasseroberfläche, während sich im Winter und Frühjahr eine große Menge Wasser kräftig rauschend in diesen Abfluss stürzt.

>>>>>>>> Fortsetzung: vom Krähenmoor zum Giebichenstein bei Stöckse

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Eine Reaktion zu “Im Waldgebiet Krähe bei Nienburg – 2: Weiter vom Hundeteich aus”

  1. In der Krähe bei Nienburg

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